BilRuG: Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz

Am 10.7.2015 hat der Bundesrat das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) unverändert passieren lassen, nachdem am 18.6.2015 der Bundestag das BilRUG in 3. Lesung verabschiedet hatte. Am 22.7.2015 wurde es im Bundesgesetzblatt verkündet. Somit ist es einen Tag darauf in Kraft getreten.

Wesentliche Neuerungen sind unter anderem:

  • die Streichung der außerordentlichen Posten in der GuV-Gliederung, dafür aber postenweise Nennung von Betrag und Art im Anhang (§ 275 und § 285 Nr. 31 HGB);
  • eine Änderung der Umsatzdefinition, nach der „als Umsatzerlöse (…) die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern auszuweisen“ sind (§ 277 Abs. 1 HGB);
  • die Festlegung der Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwert, bei denen keine verlässliche Schätzung vorgenommen werden kann, von 10 Jahre (§ 253 Abs. 3 HGB);
  • die Einführung einer Ausschüttungssperre für phasengleich vereinnahmte Beteiligungserträge nach § 272 Abs. 5 HGB;

Gerne unterstützen wir Sie bei der Umsetzung auf die Neuregelungen und zeigen Ihnen die Gestaltungsalternativen auf.